Wir Werden Mehr

Liebe alle, liebe Interessierte:

wir (die Wohngenossenschaft Ginsterbusch mit all ihren Bewohnenden) wollen mehr werden! 
Wir suchen Menschen, die sich vorstellen können, Teil unserer Genossenschaft und Teil unseres Lebens auf dem Hof im schönen Neetzetal am Rande des Wendlandes zu werden. Wir sind 10 Erwachsene und 8 Kinder (von 0-6 Jahren), die ihr Leben rund um den Ginsterbusch gestalten. Wir haben 2017 eine Wohngenossenschaft gegründet und diese 2018 die Gebäude, die Hofstelle (2 Ha) und den angrenzenden Acker (10 Ha), sowie den dazugehörigen Wald (8Ha) gekauft. Seitdem leben wir hier. 
Wir sind alle Genoss*innen der Ginsterbusch eG und zahlen Miete an ebendiese, unsere Genossenschaft. Unser gemeinsames Ziel ist es, als Wohngenossenschaft nachhaltigen, bezahlbaren und sozialen Wohnraum bei uns auf dem Hof zu erschaffen und beizubehalten. Alle hier wohnenden erwachsenen Menschen haben derzeit eine Pflichteinlage in Form von 40 Genossenschaftsanteilen á 250€ getätigt, (insgesamt pro Person 10.000 Euro), um den Kauf und das Voranschreiten des Projektes zu ermöglichen. Zukünftig wird es ein Konzept geben, nachdem die Höhe der Pflichtanteile von den Quadratmetern der bewohnten Fläche abhängt. 
Wir planen, sehr bald mit dem Ausbau zu beginnen. Die meisten Wohneinheiten werden dann ca. zwei Jahre nach Baustart fertig sein. Dafür brauchen wir euch! Denn nur mit einer größeren Gruppe können wir den Kredit aufnehmen und zukünftig den Hof bespielen.
Der Teil des alten Hauses, den wir momentan bewohnen, beschränkt sich auf ca. 1/3 des Gebäudes. WIr werden innerhalb der nächsten Jahre die restlichen 2/3 des Gebäudes zu Wohnungen in diversen Größen um- und ausbauen, sowie weitere Wagenstellplätze auf dem Gelände schaffen. In einem Nebengebäude entstehen momentan Gemeinschaftsräume – ein Multifunktionsraum, eine Gemeinschaftsküche mit Terrasse, ein Büro und ein Badezimmer. Dieses Gebäude wird innerhalb des laufenden Jahres fertiggestellt. Auch in weiteren Nebengebäuden wird es Platz geben für kleine und große Projekte und Ideen! 
Wir verstehen uns als Hof- und nicht als Zweckgemeinschaft und verbringen gern Zeit miteinander. Momentan leben wir als große WG zusammen. Dies wird sich nach dem Ausbau zwar ändern, nicht aber unser Anspruch, an den Leben der anderen Bewohnenden teilzuhaben und diese Hofstelle zusammen zu beleben. Wir essen regelmäßig miteinander, plenieren in wöchentlichen Abständen und organisieren uns in Kleingruppen, um intensiver an Themen zu arbeiten und sie für die anderen vorzubereiten. Wir haben eine projektbegleitende externe Supervision und treffen uns ein Mal monatlich an einem Wochenende, um gemeinsam Themen zu besprechen oder gemeinsam am und auf dem Hof zu arbeiten.
Nun suchen wir Menschen, die mit einsteigen wollen. Es wird Raum für mindestens 9 und maximal 14 weitere Erwachsene entstehen (je nachdem, ob Familien mit Kindern oder Erwachsenen-WGs einziehen). Somit werden insgesamt im Haus 15 – 20 und mit den Wagenbewohner*innen bis zu 25 große Menschen auf dem Hof Platz finden. Konkret geht es im Wohnhaus um 4 neue Wohnungen, die noch nicht vergeben sind. Manche davon haben viele Zimmer und sind somit familien- oder WG-geeignet, manche sind klein und eher für 1-2 Personen geeignet. Außerdem gibt es Plätze für Wägen auf unserem Gelände. Diese sind wahrscheinlich schon Anfang 2023 offiziell beziehbar.
Mehr Informationen und Fotos von uns und dem Hof könnt ihr euch unter www.ginsterbusch.org ansehen.

Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir dieses Projekt starten und diesen Hof kaufen konnten, weil wir Privilegien besitzen, die wir größtenteils nicht selbst erarbeitet haben. Aktuell sind die meisten von uns weiß, deutsche Staatsbürg*erinnen, leben in heteronormativen Kleinfamilienkonstrukten, sind gut ausgebildet und im Hinblick auf Ressourcen, Fähigkeiten und finanzielle Mittel gut vernetzt. Wir sind dankbar für unsere Handlungsspielräume. Alle Menschen sollten sie haben. 
Der Hof soll ein Ort sein, an dem Bewohnende und Gäste möglichst keine Diskriminierungserfahrungen machen und stattdessen unbeschwert sein können. Wir tolerieren daher keine menschenverachtenden oder menschenabwertenden Denkkonzepte oder Ideologien, auch wenn sie in einem esoterischen, spirituellen, religiösen oder anderen, auf den ersten Blick gut gemeinten Anstrich daherkommen. Von Bewegungen mit rechten, menschenverachtenden oder verschwörungsideologischen Hintergründen grenzen wir uns klar ab. Die vorherrschenden kapitalistischen Wirtschaftsweise sehen wir als ein Instrument zur Ausbeutung und Herrschaft und möchten durch unsere Organisationsform und das gemeinsame Wirken einen Gegenentwurf dazu aufzeigen.
Die auf den Ackerflächen der Ginsterbusch eG angesiedelt solidarische Landwirtschaft, bietet eine Möglichkeit, im Rahmen des vorherrschenden kapitalistischen Systems einen Gegenentwurf darzustellen. Mittlerweile werden 62 Haushalte mit Gemüse aus dem Solawi Ginsterbusch e.V. in Lüneburg und Hamburg beliefert. Die Menschen aus der Wohngenossenschaft sind ebenfalls Anteilnehmer*innen der hier angesiedelten Solawi, die als Verein organisiert ist.
Wenn ihr Interesse an uns und dem Leben am Ginsterbusch habt, dann schreibt uns an: wirwerdenmehr@ginsterbusch.org. An Wochenenden im Juli werden wir dann Kennenlerntage organisieren!

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